Die Entwicklung des Kolpinghauses Borken

  Von Anfang an diente das im Jahre 1930 für ca. 70.000 RM errichtete  Haus am Butenwall der Kolpingsfamilie Borken regelmäßig als  Tagungsstätte für ihre zahlreichen Veranstaltungen.
Nach Zerstörungen des Anwesens im Zweiten Weltkrieg baute die Kolpingsfamilie es in Eigenleistung an derselben Stelle wieder auf. In der  Folgezeit betrieben verschiedene Pächter darin eine Gaststätte mit Hotel.  Neben der Kolpingsfamilie nutzten viele andere kirchliche und  außerkirchliche Einrichtungen das zentral gelegene Kolpinghaus für  kulturelle und gesellschaftspolitische Vorträge, Chorproben,  Wahlveranstaltungen, Tanzkurse, Karnevalssitzungen, Generalversammlungen, Kegelturniere, Spieleabende, Gedenktage und das Josef- Schutzfest und nahmen es als Veranstaltungsort gern an.
Seit 1979 war die Stadt Borken Pächterin der  Immobilie und nutzte Räume und  Einrichtungen des Kolpinghauses in der Trägerschaft des Jugendwerkes  Borken e.V als Jugendhaus.  Der ehemalige Vermieter „Kolpinghaus e.V.“ und die Kolpingsfamilie  Borken entsenden satzungsgemäß je ein  Mitglied in das Jugendwerk, um dort die  Interessen der Kolpingmitglieder vertreten zu können, z.B. bezüglich  der inhaltlichen Gestaltung der Jugendarbeit und der langfristigen  Nutzung des Gebäudes. Der Pachtvertrag mit der Stadt Borken war bis  Ende 2007 befristet. Da die Stadt Borken  beabsichtigte, ihr Jugendhaus in die  umgestaltete ehemalige Josefskirche zu verlagern, stellte sich für den Kolpinghaus e.V. schon früh die Frage, was mit  dem zudem stark renovierungsbedürftigten Gebäude passieren sollte und welche Nutzungen möglich sind.

Da die Kolpingsfamilie Borken bereits seit Jahren das Kapitelshaus für ihre  Veranstaltungen nutzt, kam eine Eigennutzung auch angesichts der hohen Sanierungskosten nicht in Frage. Schlussendlich gelang es 2008 mit dem  Nachbarn Herrn Hans Rehms einen Käufer zu finden, der an dem Standort ein modernes Wohn- und Geschäftshaus errichten ließ.

In Erinnerung an das ehemalige Kolpinghaus wurde der Gedenkstein an exponierter Stelle vor dem  Neubau wieder aufgestellt. Mit dem Erlös aus dem Hausverkauf wurde die Kolpinghaus Stiftung gegründet mit dem Ziel, soziale Zwecke zu unterstützen. Mit den Erträgen werden seitdem verschiedene Projekte in den Bereichen wie Familie, Kultur und Bildung gefördert.

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